Links sehen Sie meine Haltung gegenüber sämtlicher Kunst, rechts Kunst in der Gegenwart. XXXXXXX
Wo kommen Sie denn her?
(Zu Deutsch: What accident got you here?)
Auf den folgenden Seiten gibt's Kommentare zu zeitgenössischer Kunst.
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Den aktuellsten Beitrag (vom 3.9.)
über einen Maler mit 3736 FreundInnen
finden Sie unter "weder noch".
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Hier aber bitte ich um Beantwortung einer Frage. Dazu müssten Sie eine der unten genannte Optionen an Charlotte.Lindenberg@gmail.com schickenoder facebook gucken.
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| Holger Schmidhuber The Miami Project XV, 09, Foto CL. |
Neulich erhielt ich eine Mail, die ich weiter unten zitiere. Sie stammt von einem Menschen, den ich im Folgenden „er“, nämlich der Verfasser nenne.
Anfangs war ich erstaunt, genauer gesagt geschockt. Aber bald verwandelte sich meine Überraschung in die Vermutung, dass die Person mit ihrem Lebensgefühl womöglich nicht allein sei. Der Absender bewegt sich seit Jahren innerhalb der zeitgenössischen Kunstlandschaft. Seine Aktivitäten, die ich aus Datenschutzgründen nicht beschreibe, veranlassten mich irgendwann, ihm meine vorzügliche Hochachtung auszudrücken. Seither unterhalten wir und per Mail über alle möglichen Phänomene der Kunstszene. Ich habe ihn stets als kompetenten Beobachter erlebt und war daher sprachlos über besagte Zeilen:
„Mein Problem ist, dass ich nie richtig mit der bildenden Kunst warm geworden bin. Weder mit den Produzenten, noch mit den meisten Produkten, noch mit den anderen Marktteilnehmern und deren Usancen. Ich stehe immer nur daneben. Ich habe nie das Gefühl, Kunst zu begreifen oder wenigstens ansatzweise zu durchdringen. Vernissagen und Presserundgänge sind mir ein Gräuel und mit den Leuten im Business kann ich nichts anfangen. Ich dachte, es würde mit der Zeit besser werden ... ist es aber nicht.“
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Nach mehrmaligem „Nee, oder?“-Denken beschlich mich der Verdacht, der Verfasser spreche eventuell für mehr KünstlerInnen und RezipientInnen, als es zugeben.
Um diese These zu veri- oder falsifizieren, bitte ich eben diese, nämlich Sie, an besagte Adresse mindestens eine der drei folgenden Nummern zu schicken.
Ich mit Email (Alicia Frames Lost Astronaut, 09, Performance-Stil)
1. = Net zu fasse.
2. = Kenn ich von früher.
3. = Seh ich auch so.
Selbstverständlich können Sie diese Textstümpfe auch ignorieren und Ihre Position in epischer Breite darlegen, was erst recht interessant wäre. Jedenfalls werde ich die gesammelten und anonymisierten Antworten an dieser Stelle veröffentlichen:
13.7. "Das beschriebene Gefühl des Verfassers kann ich gut nachvollziehen. Ich würde es für mich allerdings so beschreiben, dass ich nicht der Kunst überdrüssig bin, das würde ich nie, aber manchmal der Menschen, die sich in den künstlerischen Dunstkreis begeben. Da trifft man so einige 'Haste-nicht-gesehen"' (Sensationsgier) und 'Och-Gottchen-bin-ich-toll'- (Wichtigtuer und Möchtegerns) Typen (weiblich und männlich), die rein gar nichts mit Kunst zu tun haben, geschweige denn auch nur annähernd ein Verständnis dafür haben. Allerdings diese mit ihrem teilweise beträchtlichen Vermögen die Szene, gerade die zeitgenössische, bestimmen und ergo auch bestimmen was 'angesagt' ist und was nicht. Leider hat sich die zeitgenössische Kunstszene in den letzten Jahren auch zu einem extrem profitgier-gesteuerten Markt entwickelt, was letzten Endes wiederum von den 'Machern"'abhängt, die diesen Markt erschaffen haben und am Laufen halten. Also die ein oder anderen Galeristen, Auktionshausmitarbeiter, Kunstmarkthändler, etc. Das aber ist ein generelles Kapitalismus-Problem und erfass sozusagen nahezu alle Bereiche, aus denen sich Profit schlagen lässt. Hieraus resultiert also meinerseits eher ein Überdruss der Konsum(gier)gesellschaft als ein Überdruss der Kunst selbst. Leider ist nur die Kunst eben von dem Konsum mittlerweile erfasst."
14.7. "Die Aussage bezieht sich auf mehrere Aspekte, so dass ich nicht mit einem ja, nein oder vielleicht antworten könnte. Für mehr fehlt mir leider die Zeit. Kurz: Mit Kunst kann ich was anfangen und sie berührt mich. Mit den Produzenten kann ich zwischenmenschlich nichts anfangen. Zu der Branche hatte ich kaum Kontakt."
18.7. "Ich nehme, mit Ausnahme der meisten Kunstwerke, die 3."
11.8. "Ich bin auch ganz und gar 3. Gehe trotzdem in Ausstellungen (wo soll man sonst hingehen?), weil a) spannend, b) aufregend, c) irritierend. Wo gibt's das sonst noch?"
Das Ende der Geschichte: Nachdem die gleiche Frage bereits auf Kunst-Blog gestellt hatte, lautete eine Antwort vom 23.7. "Vielleicht sollte er einfach sein Betätigungsfeld wechseln." Am 4.8. erfuhr ich dann von dem Protagonisten dieser Diskussion, dass er eben dies getan hat:
" Fühle mich geehrt, dass meinen Aussagen so ein Gewicht zugesprochen wird. Ich fürchte aber, die triviale Wahrheit ist, dass mich jedes Thema nach einiger Zeit anödet. Zur Zeit genieße ich vollkommene Kunstabstinenz."
Schade.
Empfehlenswerte Seiten:
The Madness of Art (SOO lustig und dabei SOO wahr)
Kloß & Spinne (mein Lieblings-Zeitfresser)
Sonnendeck (süddeutsches Kunstmagazin mit kosmischer Reichweite)
zum Fragebogen!
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Letzte Änderung: 3.9.10
1. = Net zu fasse. (will sagen: Unbegreiflich)

